Usability Diplomarbeit

Usability im www. Redesign eines Webauftritts mit Hilfe von Usability Testing



5.4.2 Email



Email ist neben dem WWW die meist benutzte Anwendung des Internets. Die User kennen sich mit dem Vorgang des Emailschreibens aus und erwarten somit eine Emailadresse zur Kontaktaufnahme auf einer Webseite. Deshalb ziehen viele Benutzer den Anfrageformularen oft Email vor. Häufiger aber auch deswegen, weil sie sich nicht die Mühe machen wollen, vorgegebene Felder auszufüllen, während diese Daten in den Emails oft als Signatur automatisch eingefügt werden.
Die Emailadresse sollte als <mailto> auf jeder Seite zu finden sein, d.h. als Link zur Emailadresse, so dass das bevorzugte Mailprogramm geöffnet wird. Dabei sollte nicht nur der Name des Ansprechpartners genannt werden, sondern der Link sollte auch als Emailadresse sichtbar sein. Also nicht nur Hermann Mustermann, sondern z.B. hermann@mustermann.de wäre die bessere Alternative.

Auch sollte klar erkennbar sein, ob es sich um einen Link zu einem Kontaktformular oder einer Emailadresse handelt. Wird eine Emailadresse angekündigt, so sollte sich auch ein Link auf diese befinden und nicht auf ein Formular.
Die Emailadresse nicht mit einem <mailto> Link zu versehen, führt dazu, dass der User umständlich die Adresse markieren und diese in das Emailprogramm einfügen muss. Dies kostet wieder einige Sekunden kostbare Zeit.
Andererseits schützt es die Emailinhaber vor unerwünschten Werbemails, da die automatischen Sammelprogramme die Adresse nicht erfassen können.
Unter anderem nennt Jakob Nielsen diesen Grund, warum seine Emailadressen auf seiner Homepage keinen <mailto> Link folgen. Des weiteren möchte er sich vor unerwünschten Emails schützen, dessen Beantwortung viel Zeit in Anspruch nehmen. So geht er sicher, dass ihn nur ernstgemeinte Anfragen erreichen. Folgende Abbildung zeigt die Fußsignatur seiner Homepage.

 

Abbildung 27: Nicht verlinkte Emailadressen auf der Homepage von Jakob Nielsen [AM 15]

Für große Firmen ist diese Art der Kontaktaufnahme eine Möglichkeit, unerwünschte Anfragen (die meist sowieso nicht beantwortet werden) fern zu halten. Eine bessere Möglichkeit besteht darin, die Anfragen von vornherein zu kanalisieren, in dem z.B. ein Pulldown-Menü angeboten wird, über das die Benutzer ihr Feedback an bestimmte Abteilungen senden können.



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