5.7 Video und Sound
Auch hier steht der Nutzer dem Problem gegenüber, dass die Übertragungsgeschwindigkeiten zu gering sind und somit Wartezeiten einkalkuliert werden müssen. Immer bessere Techniken mit immer besserer Qualität verlangen trotz allem nach viel Geschwindigkeit. Ist ein mp3-Soundfile in CD-Qualität 1 MB groß, so ist die gleiche Datei im Wave-Format ca. 10MB groß.
Deshalb sollten Videos- und Soundfiles äußerst spärlich eingesetzt werden.
Praktische Anwendungen für Videofiles sind Demonstrationen von TV-Shows oder Nachrichtensendungen. Audiofiles verschwenden keinen Bildschirmplatz und eignen sich deshalb am besten für Kommentare oder weiterführende Hilfen. Musicfiles, die automatisch im Hintergrund ablaufen, sollten vermieden werden und nur nach einem Klick auf einen Link gestartet werden.
Um dem Nutzer solche Dateien anzukündigen, sollten die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Dateien mit Vorschaubildern präsentiert werden. Dazu gehört die zeitliche Länge des Mediums, die Größe und das Format der Datei sowie eine Kurzbeschreibung des Inhalts. Informationen über die voraussichtliche Downloadzeit geben dem User eine Vorstellung, wie lange er zu warten hat.
Grundsätzlich unterscheidet man bei Multimedia-Dateien zwischen Streaming und Non-streaming Dateien. Streaming-Dateien können schon während des Herunterladens angeschaut oder angehört werden und lassen den Nutzer nur kurze Zeit warten. Bei niedrigen Übertragungsgeschwindigkeiten ist dies allerdings nur für Audiodateien zu empfehlen, ansonsten ruckelt der Film oder wird völlig unterbrochen. Die gängigsten Dateiformate hierfür sind mp3 und real-video.
Non-streaming Dateien lassen sich erst nach einem kompletten Download anschauen und eignen sich auch für niedrige Übertragungsraten. Beispiele sind Mpeg oder Avi-Dateien.
Meist benötigt der PC eine zusätzliche Software, um die jeweiligen Dateien abspielen zu können. Dies sind Zusatzprogramme für den Browser, sogenannte Plug-Ins, wie z.B. Apple Quicktime Player oder Realmedia-Player. Hier sollte man darauf achten, mindestens ein Jahr hinter der aktuellen Entwicklung zu sein, um eine möglichst hohe Verbreitung sicherzustellen. Ansonsten wird dem User ein Download des Plug-Ins vorgeschlagen, zudem er meist nicht bereit ist oder nicht die benötigten Rechte seitens der Netzwerkumgebung hat.